API

Eine API (Application Programming Interface) ist eine Schnittstelle, über die verschiedene Software-Systeme standardisiert Daten austauschen und Funktionen gegenseitig nutzen können.

Eine API (Application Programming Interface, zu Deutsch „Programmierschnittstelle“) ist eine definierte Schnittstelle, über die unterschiedliche Programme miteinander kommunizieren. Sie legt fest, welche Anfragen eine Anwendung stellen darf, in welchem Format die Daten übergeben werden und welche Antwort zurückkommt. So können Systeme Daten austauschen und Funktionen nutzen, ohne den internen Aufbau der jeweils anderen Anwendung zu kennen.

Wie funktioniert eine API?

Man kann sich eine API wie die Bedienung in einem Restaurant vorstellen: Sie als Gast bestellen über die Speisekarte, der Kellner gibt die Bestellung an die Küche weiter und bringt das Ergebnis zurück. Wie in der Küche gekocht wird, müssen Sie nicht wissen – entscheidend ist, dass die Bestellung nach festen Regeln funktioniert.

Technisch läuft das meist in drei Schritten ab:

  • Anfrage: Eine Anwendung (der Client) sendet eine Anfrage an einen bestimmten Endpunkt der API, zum Beispiel „Liefere mir die Daten zu Kundennummer 4711“.
  • Verarbeitung: Das System hinter der API prüft, ob die Anfrage zulässig ist, und führt sie aus.
  • Antwort: Das Ergebnis wird in einem vereinbarten Format zurückgegeben, häufig als JSON oder XML.

Verbreitet sind vor allem Web-APIs, die über das Internet per HTTP erreichbar sind. Sie folgen häufig dem Architekturstil REST. Daneben gibt es unter anderem SOAP und GraphQL.

Wofür nutzen Unternehmen APIs?

APIs sind im Unternehmensalltag allgegenwärtig, oft ohne dass es auffällt:

  • Systeme verbinden: Warenwirtschaft, CRM, Buchhaltung und Online-Shop tauschen Daten automatisch aus, statt dass Informationen mehrfach von Hand erfasst werden.
  • Cloud-Dienste einbinden: Dienste wie Microsoft 365, Zahlungsanbieter oder Versanddienstleister lassen sich in eigene Abläufe integrieren.
  • Abläufe automatisieren: Wiederkehrende Aufgaben wie das Anlegen von Benutzerkonten oder das Übertragen von Bestellungen laufen ohne manuelles Eingreifen.
  • Eigene Anwendungen erweitern: Mit einer eigenen API können Partner, Kunden oder andere Abteilungen kontrolliert auf bestimmte Daten und Funktionen zugreifen.

Welche Vorteile bietet eine API?

Der wichtigste Vorteil ist die Effizienz: Daten müssen nur einmal erfasst werden und stehen anschließend in allen angebundenen Systemen zur Verfügung. Das spart Zeit und verringert Fehler durch manuelle Übertragung. Zudem lassen sich Anwendungen flexibler kombinieren und später leichter austauschen oder erweitern, weil die Schnittstelle als stabile Verbindung dient.

Wichtig ist jedoch: Jede API ist auch eine Zugangstür zu Ihren Daten. Eine Schnittstelle, die schlecht abgesichert oder unbemerkt offen gelassen wird, kann ein Einfallstor für Angreifer sein.

Worauf Sie bei der Sicherheit von APIs achten sollten

  1. Authentifizierung und Berechtigungen: Der Zugriff sollte nur mit gültigen Zugangsdaten möglich sein, etwa über API-Schlüssel oder Tokens. Jeder Zugang sollte nur die Rechte erhalten, die er tatsächlich benötigt.
  2. Verschlüsselte Übertragung: Daten sollten ausschließlich über gesicherte Verbindungen (HTTPS) übertragen werden.
  3. Zugangsdaten schützen: API-Schlüssel gehören nicht in den Quellcode oder in öffentlich zugängliche Ablagen. Sie sollten regelmäßig erneuert und bei Verdacht sofort gesperrt werden.
  4. Zugriffe begrenzen und überwachen: Begrenzungen der Anfragen pro Zeitraum und eine Protokollierung helfen, auffällige Muster oder Missbrauch frühzeitig zu erkennen.
  5. Bestand im Blick behalten: Nicht mehr genutzte Schnittstellen und veraltete Versionen sollten abgeschaltet werden, damit keine unbeachteten Zugänge bestehen bleiben.
  6. Datenschutz berücksichtigen: Werden über eine API personenbezogene Daten übertragen, sollten Umfang, Speicherort und Zugriffsrechte DSGVO-konform geregelt sein.

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