Failover
Failover bezeichnet das automatische Umschalten auf ein Ersatzsystem, wenn das Hauptsystem ausfällt, sodass Anwendungen ohne spürbare Unterbrechung weiterlaufen.
Failover (zu Deutsch „Ausfallübernahme“) bezeichnet das automatische Umschalten auf ein Ersatzsystem, sobald das Hauptsystem ausfällt. Dienste und Anwendungen laufen dadurch weiter, im besten Fall ohne dass Mitarbeitende oder Kunden den Ausfall bemerken.
Wie funktioniert Failover?
Zwei oder mehr Systeme sind so verbunden, dass sie sich gegenseitig überwachen. Fällt eines aus, erkennt das andere dies, meist über regelmäßige Statussignale, und übernimmt die Aufgaben. Dabei unterscheidet man zwei gängige Varianten:
- Aktiv/Passiv: Ein System arbeitet, das zweite wartet bereit und springt im Fehlerfall ein.
- Aktiv/Aktiv: Beide Systeme arbeiten parallel und teilen sich die Last. Fällt eines aus, übernimmt das andere zusätzlich dessen Anteil.
Sind die Störungen behoben, kann der Betrieb wieder auf das Hauptsystem zurückgeführt werden. Das nennt man Failback.
Wofür nutzen Unternehmen Failover?
- Server und Anwendungen: Ein Hardware- oder Betriebssystemfehler legt den Betrieb nicht mehr lahm.
- Netzwerk und Firewall: Eine zweite Firewall oder Internetleitung hält die Verbindung aufrecht.
- Telefonie: Bei einem Ausfall werden Anrufe automatisch auf ein anderes System oder Endgerät umgeleitet.
- Wartung: Systeme lassen sich nacheinander aktualisieren, ohne den Betrieb zu unterbrechen.
Worin unterscheidet sich Failover von Backup und Disaster Recovery?
Failover sorgt für Verfügbarkeit im laufenden Betrieb und greift in Sekunden oder Minuten. Ein Backup dient dazu, verlorene Daten wiederherzustellen, und Disaster Recovery beschreibt den Wiederanlauf nach einem schweren Ausfall. Sie ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht: Fehlerhafte oder gelöschte Daten werden bei einem Failover oft mitübernommen.
Worauf Sie achten sollten
- Kritische Systeme bestimmen: Failover ist aufwendig und lohnt sich vor allem dort, wo Ausfälle teuer sind.
- Kein einzelner Schwachpunkt: Auch Strom, Netzwerk und Speicher sollten redundant ausgelegt sein.
- Regelmäßig testen: Ein nie erprobter Failover funktioniert im Ernstfall oft nicht wie erwartet.
- Überwachung einrichten: Auch der Wechsel selbst sollte gemeldet werden, damit der Fehler behoben wird.
- Kosten und Nutzen abwägen: Je kürzer die Umschaltzeit, desto höher der Aufwand.
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